Rita Nakad
Violinistin und Musikpädagogin
Geboren:
1994 in Syrien
1980er/1990er Jahre:
Aufwachsen in Syrien
Alter 5:
Beginn des Violinunterrichts in Damaskus
2001:
Auswanderung mit der Familie nach Venezuela
Ab 2001:
Fortsetzung der musikalischen Ausbildung in Venezuela,
unter anderem am Konservatorium in Valencia
Ab 2006:
Regelmäßige musikalische Ausbildung in Caracas,
insbesondere in Violine und Kammermusik
2012:
Aufnahme an der Hochschule für Musik Basel
2012–2016:
Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Basel
Ab 2014:
Mitglied im West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung
von Daniel Barenboim
2016–2018:
Masterstudium an der Hochschule für Musik Basel
2018:
Praktikum beim Kammerorchester Basel,
unter anderem mit Erfahrungen in historischer Aufführungspraxis
Bis 2020:
Fortsetzung und Abschluss der musikalischen Ausbildung in Basel
Ende 2021:
Umzug nach Deutschland
Seit 2021:
Tätigkeit als Violinistin, Musikerin und Lehrerin in Deutschland
2023:
Mitwirkung an verschiedenen Kunst- und Musikprojekten
in Ulm und der Region
2024:
Mitwirkung an der Performance „Orte der Unendlichkeit“
im Haus der Begegnung Ulm
2025:
Mitwirkung beim Ulmer Quantenfestival mit einem Ensemble
im Stadthaus Ulm
2026:
Weitere musikalische Auftritte in Ulm und der Region,
unter anderem bei literarisch-musikalischen Veranstaltungen
Schwerpunkte:
Violine, Kammermusik, Konzerttätigkeit, Musikpädagogik,
interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte
Rückblick:
Konzert Rita Nakad (Violine) und Franz Raml (Klavier)) spielen Solo- und Duosonaten von J. S. Bach und G. F. Händel
Mit Rita Nakad gastierte am 24. April eine Violinistin mit einem ungewöhnlichen Lebenslauf in der Museumsgesellschaft: geboren in Syrien, emigriert sie mit ihrer Familie mit 7 Jahren nach Venezuela, wo sie bald das Konservatorium in Caracas besuchte. Von dort aus besuchte sie Masterclasses in den USA und Europa, bevor sie 2011 in die Schweiz zog und im Kammerorchester Basel mitwirkte. Zudem war sie in Daniel Baremnboims West-Eastern Divan Orchestra mit. Ende 2021 zog sie dann nach Ulm und unterrichtet inzwischen an der Musikschule Iller-Weihung in Illerkirchberg.
Für den Abend in der Museumsgesellschaft hatte sich Rita Nakad, die auch mit indischer Musik und Jazz vertraut ist, ein Programm mit Solo- und Duosonaten für Violine und Cembalo von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel zusammengestellt. Ihr Partner Franz Raml ist vor allem als Cembalospieler und Leiter des auf musikalische Pretiosen aus Barock und Renaissance spezialisierten Hassler Consortsbekannt. An diesem Abend wechselte er zum Flügel. Während Rita Nakad mit warmen Ton und technischer Brillanz an der Violine begeisterte, überzeugte Franz Raml als souveräner, einfühlsamer Begleiter. Ein musikalischer Genuss wurde so Bachs Partita Nr. 2 für Solovioline in d-Moll, die Rita Nakad als souveräne Solistin vorstellte, während der Oberschwabe Franz Raml solistisch mit Bachs Fantasie und Fuge a-Moll für Clavier glänzte.
Den Abschluss eines eindringlichen musikalischen Abends bildete Bachs Sonate f-Moll für Violine und konzertierendes Clavier, in der beide Interpreten ihre spielerische Klasse und künstlerische Reife noch einmal unter Beweis stellen konnten, bevor sie von den anwesenden Besuchern mit viel Applaus verabschiedet wurden.
Dr. Raimund Kast







