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Stichwort: Paul Celan
Paul Celan [][1] (geboren am 23. November 1920 in Czernowitz; gestorben vermutlich am 20. April 1970 in Paris) war ein deutschsprachiger Lyriker rumänischer, später französischer Staatsangehörigkeit. Er hieß ursprünglich Paul Antschel, später rumänisiert Ancel, woraus das Anagramm Celan entstand.
Paul Celan gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts (außerdem betätigte er sich auch als Übersetzer von fremdsprachiger Lyrik ins Deutsche). Sein Werk ist geprägt von der Reflexion über Sprache und Kommunikation und ihre Fähigkeit, das Erlebte zu bewahren und zu bezeugen, und ist ferner geprägt von der Verarbeitung von Grenzerfahrungen, insbesondere der Erfahrung des Holocaust (zum Beispiel in dem berühmten Gedicht Todesfuge).
Celans Werk weist eine Entwicklung auf, in der sich anfangs auch relativ traditionelle Gedichtformen finden, deren Spätphase aber gekennzeichnet ist von einer „atemlosen Stille des Verstummens im kryptisch gewordenen Wort“ (H.-G. Gadamer).
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Liebe Mitglieder und Gäste der Museumsgesellschaft,
„was es heißt, eine Sprache zu finden, die versucht von dem zu sprechen, was sich nicht sagen lässt“ – darum geht es in einem unzweifelhaft fesselnden Vortrag über den Dichter Paul Celan, den uns der Philosoph und Literaturkenner Dr. Hermann A. Schmid am 6. Mai präsentiert.
Am Dienstag, 06. Mai 2025, 19:30 Uhr wird der in Neu-Ulm geborene Philosoph Dr. Hermann Alois Schmid im Vortrag ”Paul Celan – Dichter ist wer menschlich spricht“ an den Dichter erinnern, dessen Name – wie kein anderer – für eine deutschsprachige Lyrik nach Auschwitz steht.
Der Vortrag wird dabei insbesondere um die Frage kreisen, wie die deutsche Sprache, voll „von tausend Finsternissen todbringender Rede“, dem Dichter Paul Celan in seinen Gedichten dennoch hat zu einem Zeugnis des „Menschlichen“ hat werden können.
Im Zusammenspiel von biographischen Daten und Celans Poetologie soll dargestellt werden, dass Paul Celan, der nicht schweigen durfte und nicht sprechen konnte, zu einer neuen Sprache aufbrechen musste, um sagen zu können, was sich nicht sagen lässt.
Ich freue mich auf diesen Abend mit Ihnen, auf anregende Gespräche und Einsichten.
Ihr
Klaus Rinkel
Fotografie vom Eingang des Geburtshauses von Paul Celan in Czernowitz. – In den 1990er Jahren hatte die Stadtverwaltung irrtümlicherweise das Nachbarhaus erneuern und mit einer Gedenktafel versehen lassen. Eine Kusine von Paul Celan, die mit ihm die Kindheit verbracht hatte, identifizierte das richtige Haus daneben.
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