

Familie Moos in Tel Aviv, etwa 1947
Foto: Fam. Moos / Stadtarchiv Ulm
Liebe Mitglieder und Gäste der Museumsgesellschaft,
wir möchten gerne auf eine besondere Buchpublikation hinweisen, die am 3. Juli im Haus der Stadtgeschichte (Schwörhaus) vorgestellt werden wird. Es ist eine Zusammenarbeit des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (DZOK) Ulm und des Stadtarchivs. Darin wird eine bislang noch zu wenig erforschte Phase der jüngeren Ulmer Geschichte erfasst: die unmittelbare Nachkriegszeit aus Sicht einer jüdischen Ulmer Familie, die nach der Vertreibung nach Ulm zurückkehrte.
„Und nichts mehr wurde, wie es war…“
Die Geschichte der schwäbisch-jüdischen Familie Moos und mein Leben in Tel Aviv, Ulm und Freiburg
Michael Moos, Freiburger Rechtsanwalt, Strafverteidiger und langjähriger Gemeinderat der Linken Liste, zeichnet in seiner schwäbisch-jüdischen Familiengeschichte den faszinierenden Weg seiner Familie nach, die als Viehhändler und Hausierer über Jahrhunderte im Schwäbischen beheimatet war. Bis die Nazis kamen – und die Eltern Moos über London 1936 nach Palästina flüchteten. Als sie Tel Aviv 1953 verließen, waren sie die einzigen gebürtigen Ulmer Jüd*innen, die in ihre alte Heimat zurückkehrten. Michael Moos berichtet von der schmerzhaften Rückkehr in die elterliche Heimatstadt Ulm und seinem eigenen engagierten Aufbruch. In Freiburg entdeckte er sein Herz für die Kommunalpolitik und schrieb mit an der jüngsten Stadtgeschichte.
Dieses im Verlag Klemm+Oelschläger publizierte Werk wird am 3. Juli um 19 Uhr im Gewölbesaal des Hauses der Stadtgeschichte vorgestellt. Michael Moos wird aus dem Buch lesen, Michael Wettengel wird in den Abend einführen, Nicola Wenge moderieren.
Gerne weisen wir auf diesen Abend hin. Michael Moos kann uns den Blick auf das Weiterleben nach dem Krieg durch seine deutsch-jüdische Erfahrungs- und Emotionsgeschichte weiten.






